Wüstenflöhe Etappe 21: Banjul / Serrakunda Tag 2

Da war er also wieder, dieser Ehrentag. Was ich lange geheimhalten konnte, sickerte Stück für Stück durch und so nahm die Anzahl der Gratulanten zu…

Wir hatten uns vorgenommen, ein paar Sachen irgendwie zu verkaufen / zu tauschen und den Erlös dann für Gastgeschenke zu verwenden bzw. im Blue Kittchen zu verprassen. Leider schienen die Vorzeichen nicht so gut zu sein. Andere Teams hatten es schon probiert und waren mit Situation schlicht überfordert. Der Gedanke, einfach einen Stand aufzustellen, funktioniert hier nicht. Die potenziellen Käufer stellen sich nicht in eine Reihe an, sondern jeder will schnellstens ein Schnäppchen machen. Gefrustet gaben sie schließlich auf und verschenkten ihre Sachen bei nächster Gelegenheit.

Doch wir wollten es trotzdem probieren und entschieden uns für einen anderen Ort. Zuerst fuhren wir zu dem Holzmarkt, wo wir vor 4 Jahren bereits gute Erfahrungen sammeln konnten. Leider waren die Händler noch nicht bereit, mit uns zu feilschen. Also fuhren wir in den nächsten Ort, wo es einen Wochenmarkt gab. Am Rande fanden wir einen geeigneten Platz, wo wir langsam mit einem Benzinkanister begannen. So weit, so gut. Was dann folgte, war teilweise ein Alptraum! In kürzester Zeit war unser Bolide von vielen Leuten umzingelt, die kaum zu bändigen waren. Also mal kurz ne Pause einschieben und dann das gleiche Theater. Sie rissen uns die Sachen und Gegenstände buchstäblich aus dem Kofferraum, dass wir Mühe hatten, unsere wenigen privaten Sachen zu schützen. Ob Klamotten, alte Handys oder anderer Grimskram ging weg wie warme Semmeln. Irgenwann bat uns der Tankstellenpächter höflich, diesen Platz zu räumen. So kamen rund 35 € Erlös zustande. Mit den “Resten” sind wir zurück zum Holzmarkt, wo wir diese meistens ohne bzw. mit wenig Geld gegen andere Sachen tauschten. Noch voller Adrenalin fuhren wir zurück zum Camp. Dieses Erlebnis war einerseits sehr ansrengend, andererseit einfach genial. Das sollte jeder mal probieren! Leider gibt es zu diesem Teil keine Bilder etc., da wir mit anderen Dingen beschäftigt waren.

Für den Abend war die “Willkommens-Party” angesagt. Also noch schnell erfrischen, in “Schale” schmeißen und auf Schusters Rappen dorthin. Das war kein Problem, da das Camp nur etwa 1,5 km vom Blue Kittchen entfernt liegt. Da mein Ehrentag sich mit der Party überschnitt, lag es das Beste, den Freibieranteil für alle zu erhöhen. Nach kurzer Ansprache der Orgs wurde mein Geburtstag und die Freibierspende natürlich auch erwähnt. Den Rest kann man sich sicherlich denken… Egal, es war trotzdem schön, das Essen Lecker und der Abend wurde länger und länger…

DSC00712 DSC00709 DSC00710

Advertisements